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Im
18. Jahrhundert, mit dem Beginn des Philosophierens über Selbstbewusstsein
und Verantwortlichkeit des Menschen, entstehen zahlreiche geheime
Gesellschaften bzw. Geheimbünde. Einer der bekanntesten ist der
Bund der Freimaurer.
Der Freimaurerbund ist entstanden aus der Tradition der spätmittelalterlichen
Gilden der Maurer und Steinmetze, deren Symbolik er sich auch bedient
(Winkelmaß, Zirkel, Hammer, Kelle). Der Begriff "Freimaurer" enstand,
da sich die Steinmetze und Maurer im Gegensatz zu den lokal gebundenen
Zünften überall, wo große Steinbauten (z.B. Dome) entstanden, zeitlich
begrenzt niederließen. Diese Zünfte sonderten sich von den übrigen
Handwerkern ab und hüteten ihr Wissen als Geheimnis. Mit der Zeit
nahm man auch Nicht-Handwerker auf, so dass aus der Handwerkergilde
eine Art Geheimgesellschaft wurde.
Die Freimaurerei ist keine Religion oder Glaubensgemeinschaft, sie
ist vielmehr ein ethischer Bund. Freimaurer streben moralische Vervollkommnung,
geistige Vertiefung sowie die Pflege echter Menschlichkeit an. Sie
treten für Toleranz und Menschnwürde ein. Organisiert in Logen und
Großlogen, sind sie bis heute weltweit über alle Länder mit freiheitlicher
Verfassung verbreitet.
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